Ottstedt
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Aufnahmen

 

Astrofotografie ist eine der anspruchsvollsten Gebiete der Fotografie. Fast jeder hat heutzutage eine Digitalkamera mit automatischer Scharfstellung und zunehmend sogar Verwacklungsschutz. Fotografiert wird gewöhnlich im üblichen Brennweitenbereich von ca. 18 - 200mm. Die Verschlusszeiten sind sehr kurz und am Ende "fallen" die Bilder fast fertig aus der Kamera.

So leicht ist es bei der Aufnahme von Objekten des Nachthimmels nicht. Die Vorgehensweise ist eine andere und die Technik der Tagfotografie lässt sich nur in einzelnen Bereichen übertragen. Zudem wird meist mit Brennweiten von >500mm gearbeitet und die Bewegung des Nachthimmels muss exakt ausgeglichen werden. Eine Planung der Aufnahmeserien ist notwendig und wenn man nicht gerade eine "Profiausrüstung" besitzt ist die Scharfstellung auch manuell zu bewältigen.

Aufnahmen mit einer DSLR (digital single lens reflex) sind ebenfalls möglich und die Ergebnisse aufgrund des technischen Fortschritts sind teilweise sehr erstaunlich. Die digitalen Spiegelreflexkameras sind jedoch nicht für die langen Belichtungszeiten am nächtlichen Himmel konzipiert und haben dadurch ein paar Nachteile. Hier sind, unter anderen, der nicht gekühlte Aufnahmesensor oder den Astrokameras gegenüber geringeren Dynamikumfang zu nennen.

Dem begegnet man mit einer speziell für diesen Bereich hergestellten und den Anforderungen angepassten Kamera. Diese Farb- oder monochromen Kameras besitzen eine Kühlung des Aufnahmesensors. Aber auch hier gibt es Nachteile. Ein Laptop muss für die Steuerung der Kamera immer dabei sein und eine ausreichende Stromversorgung ist notwendig.

Das A und O sind die ordentliche Nachführung am Himmel und das exakte Scharfstellen der Kamera. Selbst wenn dies klappt ist nicht gesagt das die Aufnahmen ein Erfolg werden. Widrigkeiten wie Wind, Temperaturdifferenzen und die damit verbundenen Längenveränderung des Teleskopmaterials, Verbiegungen durch Gewichtsverlagerung, atmosphärische Störungen, kreuzende Flugzeuge, Nachführfehler und vieles mehr können eine 15-minütige Einzelaufnahme unbrauchbar machen. Und von diesen 15-minütigen Aufnahmen braucht es einige wenn man ein halbwegs ordentliches "pretty picture" ausarbeiten möchte. Jedoch sind nicht nur die "Hellaufnahmen" bei der Astrofotografie wichtig es spielen für die Herausarbeitung auch die Korrekturbilder, wie Bias-, Flat- oder Darkaufnahmen eine wesentliche Rolle.

Die Bearbeitung der Bilder am PC ist ein eigenes Kapitel auf das ich hier nicht weiter eingehe. Sie nimmt, je nach Datenmaterial und Objekt, teilweise sogar mehr Zeit in Anspruch als die eigentliche Aufnahme!

Das vorangeschickt kann man sich vielleicht im Ansatz vorstellen wie schwierig es ist die folgenden Ergebnisse zu erzielen...........